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Die Bedürfnis-Pyramide

Der amerikanische Psychologe MASLOW hat festgestellt, dass die verschiedenen Motive für den Menschen nicht gleichbedeutend sind, sondern dass eine Hierarchie von Motiven besteht. Er stellt die verschiedenen Motivgruppen in Form einer Pyramide dar.

 

Die Bedürfnis-Pyramide von MASLOW 

 

MASLOW behauptet, solange die Bedürfnisse der jeweils unteren Stufe nicht ausreichend befriedigt sind, bestimmen sie das Handeln des Menschen. Erst wenn die "niederen" Motive - zumindest teilweise - befriedigt sind, ist der Mensch fähig, "höhere" Motive zu befriedigen.

Beispiele:
- Ein Mensch, der tagelang in der Wüste umherirrt und nichts zu trinken hat, wird auch fauliges Wasser trinken, ohne an mögliche gesundheitliche Folgen zu denken. Die Bedürfnisse nach Anerkennung und Selbstverwirklichung werden ihm in dieser Situation wohl völlig fremd sein.

- Ein Mensch, der mittellos ist und nicht weiß, wovon er morgen leben soll, wird sein ganzes Handeln darauf ausrichten, zu Geld zu kommen, auch wenn ihm das wenig Zuwendung und Anerkennung einbringt.



Die Motive der unteren vier Stufen werden als Mangelmotive bezeichnet, d.h. das jeweilige Bedürfnis entsteht aus einem körperlichen oder psychischen Mangelzustand. Die oberste Motivstufe, die Selbstverwirklichung, dagegen ist ein Wachstumsmotiv, d.h. es geht darum, kreativ zu sein, sich selbst zu entfalten und weiter zu entwickeln. Selbstverwirklichung ist erst dann möglich, wenn alle anderen Motive befriedigt sind.

 

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