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Leistungsmotivation

Ein Teilbereich der Motivation wurde besonders intensiv erforscht: die Leistungsmotivation. Das Leistungsmotiv ist ein sekundäres, d.h. erlerntes Motiv, und hat viel mit Anerkennung und dem eigenen Selbstwert zu tun. Ziel des Leistungsmotivs ist der Erfolg, der an einem allgemeingültigen Gütemaßstab oder am persönlichen Anspruchsniveau gemessen wird. Dabei ist das Erfolgserlebnis (=Befriedigung) um so größer, je mehr der Erfolg der eigenen Fähigkeit und Anstrengung zugeschrieben wird.

 

Hoffnung auf Erfolg vs. Angst vor Misserfolg

Von einer Leistungssituation spricht man immer dann, wenn sowohl Erfolg als auch Misserfolg möglich ist. Da es in der menschlichen Natur liegt, Erfolg zu erstreben und Misserfolg zu vermeiden, sind folglich bei einem Menschen, der einer solchen Situation ausgesetzt ist, immer auch zwei Gefühlsregungen vorhanden: Hoffnung auf Erfolg und Furcht vor Misserfolg. Die Leistungsmotivation ist dann am größten, wenn die Hoffnung auf Erfolg größer ist als die Furcht vor Misserfolg. Ist eine Aufgabe zu leicht und damit der Erfolg sicher, oder zu schwer und damit der Misserfolg garantiert, vermindert sich auch die Leistungsmotivation.

Erfolg und Misserfolg sind aber nicht nur abhängig vom Schwierigkeitsgrad der Leistungssituation, sondern auch von der inneren Einstellung des einzelnen.
Erfolgsorientierte Menschen haben in ihrem Leben oft erlebt, dass sie in der Lage sind, schwierige Situationen zu meistern, und rechnen eher damit, auch künftig Erfolg zu haben.
Misserfolgsorientierte Menschen haben weniger Vertrauen in ihre Leistungsfähigkeit, da sie in der Vergangenheit häufig negative Erfahrungen gemacht haben.

 

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